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Doch kein Traum?

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Erfahrungsbericht von , geschrieben am

Hallo ihr da draußen,

seid ihr genau wie ich auf der großen Abnehmspur?

Bei mir scheint es endlich, endlich richtig "Klick" gemacht zu haben. Jetzt im Sommer 2013.

Ich bin 26 Jahre alt und als Erzieherin nicht mal in einem Beruf, in dem ich den ganzen Tag sitzen würde, eher im Gegenteil.Allerdings bin ich erst seit etwas mehr als einem Jahr mit der Ausbildung durch, da muss das wohl noch richtig anfangen zu Buche zu schlagen.

Tatsache ist, dass ich schon immer dicker war, als die meisten meiner Gruppen- oder Klassenkameraden. Es war im Kindergarten so und blieb auch in der Grundschule, bzw. auf dem Gymnasium.

In meinen ersten vier Schuljahren hatte ich z.B. ein Spitzenzeugnis, nur Einsen und Zweien... abgesehen von Sport.

Ich hab mich stets angestrengt, war aber immer unsportlich. Nun werden einige sicher sagen, man könne auch, wenn man mehr wiegt als andere, gut in Sport sein - möglich, ich war es nicht. Ich habe Sport immer gehasst. Bodenturnen und Leichtathletik zusammen mit Geräteturnen waren der größte Horror. Ich hab Höhenangst - bin demnach etwa einfach mal so vom Schwebebalken gestürzt, hing heulend am Reck, blamierte mich auch anderweitig, weil ich nie die Kraft und den Mut aufbrachte, mich "fallen" zu lassen, um es zu einem Handstand oder einem Rad zu bringen.

Mannschaftssport war da schon besser, Basketball und Badminton machten mir phasenweise richtig Spaß, aber wenn man immer die Letzte ist, die in ein Team oder als Spielpartner gewählt wird, vergeht einem auch daran irgendwann die Lust.

So hab ich schleichend zugenommen, obwohl ich mit Freunden in meiner Freizeit gerne und viel zu Fuß unterwegs war, vor allem nach dem Abitur, wenn wir mal wieder zu diversen Konzertwochenenden aufgebrochen sind. Stundenlange Touren durch Hamburg, Zürich, München, Köln, Mannheim. An der Kondition an sich, lange auf den Beinen zu sein, fehlte es eigentlich nie.

Trotzdem brachte ich im Juli 2013 ein Kampfgewicht von 109,9 Kilo bei 1,63m auf die Wage. Kleidergröße 50. Gut möglich, dass ich im Jahr zuvor noch etwas mehr hatte. Seit ich vor ca zweieinhalb Jahren zuhause ausgezogen bin, habe ich mich nur selten gewogen. Ich habe zwar nicht übermäßig viel gegessen, aber immer das, was mir schmeckte, vorausgesetzt ich durfte es auch essen.

Dank vieler Obstallergien ist meine Nahrung auf dem Gebiet leider sehr eingeschränkt und ein großer Fan von grünem Salat bin ich nicht, also blieb der meistens auch aus.

Seit ich angefangen habe, mehr und mehr nach meinem Kopf zu leben, hab ich mir auch immer wieder mal vorgenommen, ein wenig abzunehmen.

Jedoch musste ich schnell feststellen, dass das nichts wird, solange ich zuhause wohne, dort Dauerstress und Streit herrschen, zusätzlich für die gesamte Familie eingekauft wird und einem jeder irgendwie immer auf die Finger schaut. Also habe ich das Projekt auf nach dem Auszug verschoben. Soweit, so gut. Sobald ich alleine leben würde, wäre das Abnehmen sicher einfacher - dachte ich.

Ich bin in 13 Monaten viermal umgezogen, hab oft genug ausschließlich aus Kisten gelebt, hatte, weil ich wusste, es würde eine Übergangslösung sein bis es endlich nach Magdeburg geht, nicht einmal eine Küche. Ich hab mich mit einem Wasserkocher, einem Miniofen und einem Sandwichtoaster über Wasser gehalten. Es fühlte sich gut an, endlich frei zu sein, nicht mehr fremdbestimmt zu sein, aber das Frankenthaler Jahr war dann doch kein Abnehmjahr. Stress mit Vermieter, Organisation eines 500km-Umzugs, Schule und Arbeit parallel weil letztes Ausbildungsjahr...

Dann, im August 2012 war ich nach vier Jahren des Wünschens schließlich in Magdeburg angekommen.

Im Dezember hab ich meinen Job hier begonnen. Der erste Monat war grausam. Und wieder hatte ich ALLES im Kopf, aber ganz sicher nicht, an Gewicht zu verlieren.

Allerdings war ich in meinen ersten vier Monaten nur zu Fuß unterwegs, um meine Stadt besser kennenzulernen und um Geld zu sparen. Wer weiß also? Vielleicht hatte ich ja noch einiges mehr als die beinahe 110kg von Anfang Juli?

Im Februar dann hab ich meine Freundin kennengelernt. Sie war der erste Mensch, der sich in mich verliebt hat, obwohl ich aussehe, wie ich nunmal aussehe. So glaube ich zumindest. Bis dahin war immer ich die Verliebte, hab mir aber zielsicher Kerle ausgesucht, die sich nicht für mich interessieren, auch wenn ich gut mit ihnen befreundet bin.

Mein Schatz hingegen hat mir gezeigt, dass auch ich begehrenswert bin. Das war ein tolles Gefühl, auch wenn es gar nicht so leicht ist, ein "Du bist wunderschön" anzunehmen, wenn man bis dahin nur die "Fette Kuh" war.

Dennoch machte sie sich natürlich gedanken, weil sie sehr schlank ist und wir alle wissen, dass Übergewicht auch böse Folgen haben kann, obwohl es mir bisher gesundheitlich spitze geht. Außerdem kommt in ihrer Familie nicht jeder sonderlich gut mit Überewichtigen klar.

Da hab ich ihr versprochen, dass ich wieder einmal versuchen werde, abzunehmen. Unter Tränen endete dieses Gespräch, weil sie sich dermaßen viele Gedanken machte, dass sie Nächte lang nicht richtig schlief. Sie meinte, sie würde mich auf jede erdenkliche Art unterstützen und so hat sie zusammen mit mir in den ersten Wochen abends auf Kohlenhydrate verzichtet, obwohl wir in unterschiedlichen Städten wohnen und sie  einen derartigen Verzicht definitiv nicht nötig hat. Aber sie tat/tut es trotzdem -für mich!

Ich verzichte immer nocht weitestgehend abends auf kohlenhydratreiches Essen, ernähre mich aber ansonsten normal. Ich esse, was mir schmeckt und wenn es abends mal Ausnahmen gibt, ich zum Beispiel weggehen mag, dann mache ich das auch.

Außerdem habe ich mir schon vor einer ganzen Weile angewöhnt, wenn es Zeit und Wetter zulassen, auf dem Nachhauseweg einfach früher aus der Bahn auszusteigen. Ich steige Treppen,  nehme nur selten den Lift. Zudem gehe/hopse/tanze ich in meiner Wohnung öfter mal auf  der Stelle.

Vor ein paar Tagen hab ich mir endlich eine Schrittzähler-App geholt. Das motiviert mich zusätzlich, auch mal eine Runde Extrabewegung einzubauen und sobald ich dann in Dresden wohne, bin ich mit meinem Herz sicher auch oft genug unterwegs.

Mit diesen doch recht einfachen Umstellungen,  die sicher gerade am Anfang, oder eben, wenn man abends einfach Lust auf süß und fettig hat und das nicht nur an einem oder zwei Tagen, was keiner sich verbieten sollte, auch nicht immer leicht, aber es lohnt sich!!!

Auf diesem Weg habe ich in den letzten viereinhalb Monaten 15 Kilo abgenommen und ich habe noch lange nicht vor, es dabei zu belassen.

Seid einfach  geduldig, nehmt so ab, wie es euch gut tut. Und auch wenn es sich bei mir so liest, als nähme ich für meine Freundin und deren Familie ab. Tut es für euch!!! Ich will schon seit Jahren abnehmen, aber dieses Gespräch  hat mir den nötigen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Ich fühle mich wohl  beim Abnehmen und bin stolz auf mich und meine bisherige Leistung. Und ich bin nicht alleine. Das ist der entscheidende Punkt, der mich durchhalten lässt. So ist es nun vielleicht doch nicht nur ein unerreichbarer Traum, dass auch ich, in noch etwas ferner Zukunft schlank sein kann...

 

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Kommentare

Bild des Benutzers Holdine87
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Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast! Sie ist wirklich super toll und sehr motivierend... schön, dass du so eine tolle Partnerin hast die dich unterstützt und dass das bei dir alles so gut funktioniert...

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg! Smile

Bild des Benutzers LoLiPeschi
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Danke dir.
Ich hab festgestellt, dass hier schon ewig kein Erfahrungsbericht veröffentlicht wurde. Dabei lohnt sich glaube ich, jede Geschichte erzählt zu werden.
Und gerade ich bin nun wirklich kein Sportler und habe immer noch einen weiten Weg vor mir.
Wichtig ist, dass man sich nicht zwingt ein paar Wochen radikal auf alles zu verzichten.
Dann scheitert der Versuch wahrscheinlich früher als einem lieb ist.
Und man muss wohl verdammt stark sein, um es ganz alleine zu schaffen...
Nun wünsche ich auch dir viel Erfolg und vor allem Spaß hier in der Clique und im realen Leben Wink

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